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Bericht über Liederabend Jänner 2015 von Der neuer Merker


mit Peter Edelmann, Bass, und Alejandro Pico-Leonis, Klavier, im Beethoven-Saal Heiligenstadt

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25.1.: BEETHOVEN und SCHUBERT in Heiligenstadt:

Der eingeborene Bariton PETER EDELMANN und der spanische Pianist ALEJANDRO PICO-LEONIS sicherten den Liedern der beiden Wiener Klassiker ihr Heimatrecht an einem nasskalten, windigen Winternachmittag im Beethoven-Saal am Heiligenstädter Pfarrplatz, der in den Biographien beider Komponisten eine so große Rolle spielt.

Ohne aufgesetzte Bedeutungsschwere wurde mit natürlicher Expressivität gesungen und musiziert. Sowohl die Texte von Alois Jeitteles zum Beethovens Zyklus „An die ferne Geliebte“ wie auch die von Rellstab und Heine zu Schuberts „Schwanengesang“ dünken einen in ihrer Schlichtheit und Schönheit wie eigens für eine Vertonung geschaffen. Das spricht für die Qualität der Wiedergabe! Peter Edelmanns angenehme Baritonstimme, unforciert in allen Lagen und Lautstärken einsetzbar – da „passen Ton und Wort“, wie es Vater Otto als „guter Meister“ den Sohn lehrte, dessen erstes Fix-Engagement nach mehreren Preisen bei Gesangswettbewerben gleich die Deutsche Oper Berlin wurde und der jetzt selber an der Wiener Musikuniversität sein gesammeltes Wissen an den Nachwuchs weitergibt.

Die dem Fürsten Joseph von Lobkowitz gewidmeten 6 Beethoven-Lieder von „Auf dem Hügel sitz ich spähend“ bis „Nimm sie hin denn, diese Lieder“ zeigen bekanntlich die andere Seite des „Titanen“: eingängige, gut singbare, volksliedhafte Kompositionen, die mit leicht romantischem Flair animiert vorgetragen und begleitet wurden.

Mit mehr Hintergründigkeit warten nicht nur Schuberts 13 Lieder plus „Taubenpost“ auf, sondern das taten auch die Interpreten. Es bedarf gar keiner übertriebenen Akzentuierung, um starke Wirkung zu erzielen. Vom Pianisten am Bösendorfer-Flügel mit seinem warmen, weichen Klang jederzeit nicht nur pflichtgemäß unterstützt, sondern in beinah orchestraler Klangfülle und –schönheit getragen, war immer die rechte Stimmungsbasis gegeben. Die dunklen, schwermütigen Lieder gewannen durch Peter Edelmanns ein Bühnenleben lang auf dramatische Aussage eingestellte Stimme natürliches Gewicht, in den munteren Gesängen wie etwa „Säuselnde Lüfte so wehend und mild“ (Frühlingssehnsucht) oder „Ade du muntre, du fröhliche Stadt“ (Abschied) durfte man über die Beweglichkeit der Stimme staunen und im lyrischen Verweilen „Ich stand in dunklen Träumen“ (Ihr Bild) mit dem Sänger so manches Bild erschauen, das „heimlich zu leben begann“. „Rauschender Strom, brausender Wald“ und „starrender Fels“ (Aufenthalt) wurden durch die Musik ebenso gegenwärtig wie der „Unglückselge Atlas“. Doch die besungenen Schmerzen gerieten nie sentimental. Großartig, wie der Pianist in der „Stadt“ nach dem ff-Ausklang der Singstimme („das Liebste verlor“) das Nachspiel zu einem pp decrescendierte, das alle Wege offen ließ. Ebenso der ppp-Schluss von „Am Meer“ und „Der Doppelgänger“. Da zeigte sich, wie bei fast allen von Schubert vertonten Heine-Liedern, was für eine zusätzliche Dimension die Musik einbringt. Mit wienerischem Charme verriet uns Peter Edelmann, warum ihm die Taube so teuer ist, die er Sehnsucht nennt (Taubenpost), und ehe uns die beiden Künstler in den Winter hinaus entließen, versicherten sie uns ganz ohne Heine’schen Hintersinn mit dem sanft lächelnd dargebotenen Schubert/Uhland-Lied: „Es wird sich alles, alles wenden“ (Frühlingsglaube) und schlossen uns herzhaft – mit unsäglichem Wohlklang - in den Dank „An die Musik“ ein. Es war erwärmend. Das begeisterte Publikum im übervollen Saal beeilte sich nicht, den Saal zu verlassen. Die Leiterin des „Beethoven Center Vienna“, Prof. Susanne Rittenauer, durfte sich wieder über ein gelungenes Konzert freuen.

Sieglinde Pfabigan

Bericht über Liederabend Jänner 2015 von Beethoven Center Vienna


mit Peter Edelmann, Bass, und Alejandro Pico-Leonis, Klavier, im Beethoven-Saal Heiligenstadt

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Liederabend Peter Edelmann – Emotion pur bei Beethoven und Schubert

Zu einem großen Erfolg gestaltete sich der vom Beethoven Center Vienna veranstaltete Liederabend mit Peter Edelmann/Bassbariton und Alejandro Pico-Leonis/Klavier im Beethoven-Saal in Heiligenstadt.

Dem einzigen Liederzyklus Beethovens „An die ferne Geliebte“ stellten die beiden Künstler den letzten Liederzyklus „Schwanengesang“ von Franz Schubert gegenüber. „An die ferne Geliebte“ gilt als der erste Liederzyklus überhaupt. Der Zyklus – gewidmet dem Fürsten Lobkowitz – knüpft vermutlich an den Brief Beethovens „An die unsterbliche Geliebte“ an. Beethoven vollendete den Zyklus 1816.

Als „Schwanengesang“ wird gerne das letzte Werk eines Musikers oder Dichters bezeichnet. Der Ausdruck geht auf einen alten griechischen Mythos zurück, der besagt, dass Schwäne vor ihrem Tod noch einmal mit trauriger, doch wunderschöner Stimme ein letztes Lied anstimmen.

Bassbariton Edelmann gestaltete die inhaltlich recht auseinanderklaffenden Lieder Schuberts mit großer Dramatik und Liebe zum Detail: Erstklassig artikuliert „lebte“ er jedes einzelne Wort und jede einzelne Phrase mit dem unvergleichlichen Timbre seiner Stimme. Seine gewaltigen Stimmungsausbrüche sowie die feingezeichneten Pianissimi verliehen den einzelnen Liedern jene Sehnsucht nach Liebe und ahnungsvolle Traurigkeit, die Schuberts letzte Werke kennzeichnen.

Schubert komponierte die Lieder nach Texten von Rellstab und Heine in seinem Todesjahr in der Zeit von August bis Oktober 1828. Ein Jahr nach seinem Tod wurde die Sammlung von seinem Verleger Tobias Haslinger als „Schwanengesang“ herausgegeben. Es spricht vieles dafür, dass Schubert einen zusammenhängenden Zyklus konzipiert hatte. Die berühmte „Taubenpost“ (Text von J.G.Seidl) wurde von Haslinger den 13 Liedern noch dazugestellt.

Der spanische Pianist Alejandro Pico-Leonis – Artist in Residence beim Beethoven Festival 2014/15 - war Edelmann ein sensibler und feinfühliger Begleiter, der sich der Musik Beethovens und Schuberts bereits in zahlreichen Konzerten verschrieben hat. Er verstand es, mit feinem Anschlag auf dem Bösendorfer-Flügel die beiden zutiefst emotionellen und „wienerischen“ Liederzyklen ausdrucksstark darzustellen.

Die Künstler gaben dem begeisterten Publikum zwei weitere Schubert-Lieder zu.

Dazu Organisatorin und Präsidentin des Beethoven Center Vienna Prof. Susanne Rittenauer: „Ich freue mich über den Besuch so vieler Musikfreunde. Vor allem freue ich mich über die wunderbare Stimmung, die im Saal geherrscht hat, und die den beiden Musikern so gut getan hat.“

Unter den zahlreichen Besuchern: Staatsoperndirektor a.D. Ioan Holender, Kammersängerin Ileana Cotrubas, Starpianist Jörg Demus, Bösendorfer-Frontfrau Anne-Sophie Desrez, Filmemacher Felix Breisach u.v.a. Ein stimmungsvoller Konzertausklang fand bei Weinen des Weinguts Dr. Georg Wailand statt.

Bericht über Liederabend Jänner 2015 von kulturundwein.at


mit Peter Edelmann, Bass, und Alejandro Pico-Leonis, Klavier, im Beethoven-Saal Heiligenstadt

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Liederabend Jänner 2015: Was mir aus der vollen Brust ohne Kunstgepräng erklungen...

Der österreichische Mediziner, Journalist und Schriftsteller Alois Isidor Jeitteles (1794-1858) schrieb unter anderem auch Gedichte, die Ludwig van Beethoven zu einem Liedzyklus, zum ersten Liedzyklus überhaupt, inspirierten. Der in Sachen Frauen sperrige Meister hatte doch eine Geliebte. Wer die Empfängerin des Briefes an die „unsterbliche Geliebte“ war, darüber rätselt man bis heute. Der in Deutschland geborene neuseeländische Autor John E Klapproth will in einem jüngst erschienenen Buch den Beweis erbringen, dass es sich um Josephine Gräfin von Brunswick handelt, der einzigen Frau, der Beethoven leidenschaftliche Liebesbriefe schrieb.

Weit wesentlicher aber ist die Tatsache, dass dieser dem Fürsten von Lobkovitz gewidmete Liedzyklus „An die ferne Geliebte“, Op. 98, 1816 vollendet wurde und seither zum Repertoire großer Liedsänger zählt.
Das Beethoven Center Vienna unter der Präsidentin Prof. Susanne Rittenauer hatte „An die ferne Geliebte“ als ersten Teil eines Liederabends mit dem Bariton Peter Edelmann und dem Pianisten Aljeandro Pico-Leonis am 25. Jänner 2015 als Auftakt des noch jungen Jahres ausgewählt. Im Beethoven-Saal Heiligenstadt wurde damit der erste Liederzyklus der Musikgeschichte und der einzige dieses Komponisten zum beeindruckenden Erlebnis. Nicht nur die Stimme von Peter Edelmann, vielmehr das Zusammenwirken mit dem spanischen Pianisten Pico-Leonis ließen die Zuhörer in die romantische Bilderwelt von Gedichten wie „Auf dem Hügel sitz ich spähend“ oder „Es kehret der Maien, es blühet die Au“ genussvoll eintauchen und versinken.

Beethoven hat dazu einfach Lieder zu einem Ganzen durchkomponiert, jedoch ohne auf die Eitelkeiten von Sängern Rücksicht zu nehmen. Es gibt keine schmetternden Spitzentöne, keine verspielten Verzierungen und kein übertriebenes, auf emotionale Wirkung schielendes Forcieren. Allein der Vers „Was mir aus der vollen Brust Ohne Kunstgepräng erklungen“ nimmt sich wie das Programm aus, das Beethoven im letzten Lied diesem Zyklus mit „Nimm sie hin denn, diese Lieder“ überschrieben hat und das von Peter Edelmann getreulich beherzigt wird.
Nicht anders verhält es sich im zweiten Teil des Abends. „Leise flehen meine Lieder“ ist wohl das bekannteste aus dem Zyklus „Schwanengesang“ von Franz Schubert. Es handelt sich dabei um eine von seinem Verleger Tobias Haslinger willkürliche getroffene Zusammenstellung von Liedern, die in den letzten Lebenstagen von Schubert entstanden sind (+1828). Schöpfer der Gedichte sind die Dichter Ludwig Rellstab, Heinrich Heine und J.G. Seidl. Dessen „Die Taubenpost“ war das letzte vom Liederfürsten komponierte Lied.
Es wurde dem Zyklus, der ursprünglich aus dreizehn Liedern bestanden hatte, angeblich aus Aberglauben als vierzehntes hinzugefügt.

Es war nicht der endgültige Schluss dieses Liederabends. Der Applaus forderte Zugaben, die gerne gewährt wurden und mit dem Lied von Franz Schubert „Du holde Kunst... hast mich in eine bess´re Welt entrückt“ wie mit einer beredten, gefühlvollen Klammer zusammengeschlossen wurden.

Bericht über Konzert „Winterreise“ von kulturundwein.at


mit Robert Holl, Bass, und Oleg Maisenberg, Klavier, im Augustinus-Saal des Stiftes Klosterneuburg im Rahmen des Beethoven-Festivals 2014

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Beethoven Festival 2014: Wenn zwei Weltstars der Musik mit dem Star unserer musikalischen Herzen verschmelzen...

...dann wird es schwer, die Macht der Empfindungen zu beschreiben. Der 20. Mai 2014 war ein solcher Moment, der in all denen lange, lange nachklingen wird, die diesen Höhepunkt des 5. Beethoven-Festivals (Gründerin und Organisatorin Prof. Susanne Rittenauer) miterleben durften. Der Augustinus-Saal des Stiftes Klosterneuburg hat das seine dazu beigetragen; mit ausgezeichneter Akustik und einem stimmungsvollen Ambiente, das einem Komponisten wie Franz Schubert wunderbar gerecht wird. Dazu kamen zwei große Interpreten seiner Lieder, die gemeinsam und mit Schubert verschmolzen „Die Winterreise“ durchwanderten und die Zuhörer auf diese Wanderung durch bitteren Schmerz und eisiger Kälte mitnahmen.

Oleg Maisenberg schuf mit dem Klavier ein Gemälde, wie es im Biedermeier nicht schöner gemalt werden konnte. In diesem Bild durchlitt Robert Holl die von Wilhelm Müller in Verse gesetzte Verzweiflung eines Ausgestoßenen. Holls Bass brachte die Seelen zum Beben. Der Sänger wurde eins mit der Gestalt, die alle Wehmut der Welt in sich vereinigt. Der Hut flog ihm vom Kopfe, allein er wendete sich nicht, und mit dem Anflug von seliger Erinnerung am Brunnen vor dem Tore rührte er wahrhaft zu heißen Tränen, um wieder aufzubrechen, hinaus in die Kälte des Winters, einsam, weitab von all den Wegen, auf denen die anderen gehen, um am Schluss dem Leiermann zu begegnen und sich dieser armseligen Gestalt anzuschließen.

Robert Holl, geboren in Rotterdamm, und Oleg Maisenberg, geboren in Odessa, sind beide Weltstars der Musik und irgendwann in ihrem erfolgreichen Musikerleben in Wien gelandet – und haben hier Schubert getroffen, den Komponisten, in dessen Musik angeblich unsere Seele ihren innigsten Ausdruck findet. Um Schubert jedoch unmittelbar nahe zu sein, dazu braucht es keine österreichische Geburtsurkunde, wie diese Winterreise in Klosterneuburg bewiesen hat – oder ein kurzes Einleitungsschreiben zum Konzert, verfasst von Robert Holl:

Schuberts „Winterreise“ ist das tiefste und dunkelste Liedwerk der Musikgeschichte:

Komponist und Dichter haben etwas ungemein Ergreifendes geschaffen, das auch in unserer Zeit aktuell bleibt, wenn der Sänger sich restlos mit dem Wanderer identifiziert und nicht nur schöne Töne vorplappert. Auch heute gibt es viele, die hilflos die Flucht in die innere Immigration ergreifen und zugrunde gehen.
Mögen engagierte Musiker und ein begeistertes Publikum in der „Winterreise“ die Kraft finden, aussichtslos isolierte Menschen verstehen und nach Vermögen helfen zu lernen. Dann wird dieses Kunstwerk nicht nur „unerträglich“ schön sein, sondern die „Winterreise“ könnte so eine wichtige Rolle in unserem Leben spielen.

Schuberts Musik verdient es!

Bericht über Konzert „Winterreise“ (von Franz Schubert)


mit Robert Holl, Bass, und Oleg Maisenberg, Klavier, im Augustinus-Saal des Stiftes Klosterneuburg im Rahmen des Beethoven-Festivals 2014

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Beethoven Festival 2014: Große Begeisterung bei der „Winterreise“ von Franz Schubert mit Robert Holl und Oleg Maisenberg

Einen ergreifenden Abend der Sonderklasse boten zwei ganz große Künstler in ihrer Darstellung der „Winterreise“ von Franz Schubert in einem Konzert, das im Rahmen des Beethoven Festivals 2014 am 20. Mai 2014 im Stift Klosterneuburg-Augustinus-Saal stattgefunden hat: Der Bass Robert Holl gestaltete den einsamen Wanderer in Schuberts berühmtem Liederzyklus nach Texten von Wilhelm Müller berührend, er „identifizierte“ sich gleichsam mit dem Wanderer. Der große Pianist Oleg Maisenberg, Meister subtiler Anschlagskultur, war ihm kongenialer Partner. Das begeisterte Publikum dankte den Künstlern mit langem Applaus für diesen herausragenden Abend. Prof. Susanne Rittenauer, Gründerin und Intendantin des Beethoven Festivals: „Ich bin glücklich, dass es uns heuer gelungen ist, diese beiden großartigen Künstler für die Konzerte des bereits fünften Beethoven Festivals zu gewinnen.“ Gemeinderat Karl Weiss beglückwünschte die Künstler und dankte Prof. Rittenauer für die Organisation und Gestaltung der Konzertreihe. Auf dem Bild (v.l.n.r.: Gemeinderat Karl Weiss, Oleg Maisenberg, Prof. Susanne Rittenauer, Robert Holl)

„Schicksalshaft“


Klavierabend 4-händig "Schicksalshaft" am 12.5.2014

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„Schicksalshaft“ war das Motto des Konzerts mit dem virtuosen Klavierduo Christopher Devine und Mehrdokht Manavi, der im Rahmen des Beethoven Festivals 2014 im Beethoven-Saal in Heiligenstadt stattfand.

In der 4-händigen Fassung für Klavier boten die Künstler die monumentale „Schicksalssymphonie“ Beethovens und präsentierten ein Feuerwerk mit nahezu orchestraler Wirkung. Christopher Devine, einer der großen jungen Pianisten, der schon im Wiener Musikverein aufgetreten ist und bereits das Gesamtwerk für Klavier von Debussy eingespielt hat, erläuterte das „Schicksalshafte“ der einzelnen Werke: Bei Beethoven war es die beginnende Taubheit. Schuberts f-Moll-Fantasie zu vier Händen ist eines seiner berührendsten Spätwerke – Schubert war sich seines nahenden Endes bewusst. Brahms' virtuose und seit ihrer Komposition beliebten und berühmten Ungarischen Tänze hatten – schicksalshaft – einen durchaus positiven Anteil an Brahms' Lebenshaltungskosten. Frenetischer Jubel für einen Abend mit Virtuosität, Brillanz und Sensibilität.

Herzmanovsky-Orlando wiederbelebt


Lesung und Musik sorgten für Begeisterung

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Fritz von Herzmanovsky-Orlando, der skurrile österreichische Erzähler, erlebte im Beethoven-Saal in Heiligenstadt eine wahre Auferstehung ! Fritz von Friedl begeisterte mit literarischen Köstlichkeiten des Altmeisters die zahlreichen Besucher, die auf Einladung des Beethoven Center Vienna in den Beethoven-Saal in Heiligenstadt gekommen waren. Die musikalische Umrahmung mit Werken von Beethoven, Schubert, Brahms und Kreisler präsentierten die virtuosen jungen Künstler – die aus der Ukraine stammende Violinistin Vera Zhuk, die kürzlich Preisträgerin im berühmten Fidelio-Wettbewerb wurde, und der souveräne junge Klaviervirtuosen Pavel Kachnov. Dazu Prof. Susanne Rittenauer, Präsidentin des Beethoven Center Vienna: „Fritz von Herzmanovsky-Orlando, der vor 60 Jahren verstorben ist, hat bei diesem Abend eine echte Renaissance erfahren. Es wäre schön, wenn man diesen grandiosen Altmeister der Erzählkunst auch jungen Österreichern näher bringen könnte.“

Neuer Artikel über das BEETHOVEN FESTIVAL 2014


Bericht über das bevorstehende Beethoven Festival 2014 erschien am 31. März im "Wellcome Online-Magazin".

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Das Beethoven Festival findet heuer bereits zum fünften Mal statt, an historischen Plätzen und authentischen Orten in Niederösterreich und Wien. Die Atmosphäre des Wienerwaldes vermag heute sowie in der Zeit, als unsere großen Komponisten wie Beethoven und Schubert gelebt haben, die Sinne zu stärken und die Phantasie schweifen zu lassen. Im prachtvollen Ambiente des Stiftes Klosterneuburg/Augustinus-Saal treten hochkarätige Künstler wie der weltberühmte Pianist Oleg Maisenberg, der ausdrucksstarke Bass Robert Holl, sowie das virtuose Giocoso Streichquartett und der gleichzeitig virtuose sowie sensible Mozart- und Beethoven-Interpret Pianist Alejandro Picoleonis auf. Sie haben sich Beethoven, Schubert und Mozart – einer Reise in die Natur und die Poesie - verschrieben.
Mehr Informationen über die Konzerte finden Sie auf der Webseite des "Wellcome Online-Magazines" oder bei uns unter Veranstaltungen

Konzertabend mit Adam Javorkai/Cello und Clara Biermasz/Klavier


Bericht über Konzert Adam Javorkai/Cello und Clara Biermasz/Klavier am 2. März 2014 im Beethoven-Saal in Heiligenstadt

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Einen fulminanten Erfolg feierte das Duo Adam Javorkai/Cello und Clara Biermasz/Klavier am Sonntag, 2. März 2014, bei einem Konzert, das das Beethoven Center Vienna im Beethoven-Saal in Heiligenstadt veranstaltete. Mit der Sonate in a-Moll Op. 36 von Edvard Grieg für Cello und Klavier, den 7 Variationen „Bei Männern, welche Liebe fühlen“ von Beethoven, und „Le grande Tango“ von Astor Piazzola begeisterten die beiden grandiosen Musiker das zahlreiche Publikum. Der virtuose Ausnahmecellist, der gebürtige Ungar Adam Javorkai, wurde bereits von der Bank Austria zum „Artist of the Year“ gewählt, neben zahlreichen ersten Preisen und Sonderpreisen bei nationalen und internationalen Wettbewerben, die er als Solocellist, gemeinsam mit seinem Bruder Sandor Javorkai und seiner Duopartnerin Clara Biermasz bereits eingeheimst hat. Adam Javorkai bedankte sich beim Publikum für den frenetischen Applaus mit den „Zigeunerweisen“ von Sarasate. Sein „musikantisches“, ausdrucksstarkes und hingebungsvolles Spiel beeindruckte auch Wr. Philharmoniker Rudolf Nekvasil: „Sein Ton schwebt von selbst, das Vibrato ist kein Selbstzweck bei ihm. Der Klang, den Javorkai am Cello entwickelt, ist schwebend.“ Berührend waren auch seine Kantilenen, auch im Zusammenspiel mit der Pianistin Clara Biermasz.


Nach dem Konzert präsentierte das Erfolgsduo seine neue CD mit Werken von Grieg und Brahms.


Prof. Susanne Rittenauer

Lieder über Liebe und Sehnsucht– und das Jahr 1913


Lieder über Liebe und Sehnsucht – und das Jahr 1913 – das war das Motto des Abend, der von dem “Beethoven Center Vienna” unter der Leitung von Susanne Rittenauer veranstaltet wurde.

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Ein reizvolles Programm mit einer hervorragenden Lesung von Fritz v. Friedl aus dem Buch “1913″ von Florian Illies. Eine launige, dennoch packende Milieuschilderung dieser Vorkriegszeit. Den musikalischen Teil bestritten die Sopranistin Nicoleta Radu und Nikola Djoric am Konzertakkordeon. Begonnen wurde mit Beethovens “Kennst Du das Land …” und somit wurde man in den Süden geführt, “Canzone napoletane” mit Männertexten hörte ich erstmals von Sopran interpretiert, ein wenig seltsam, aber sehr sauber vorgetragen. Die Tangos und vor allen die Melodien von Franz Lehar liegen der sympathischen jungen Künstlerin aus Rumänien besonders gut. Ein Virtuose auf seinem Instrument ist Nikola Djoric absolut. Der Preisträger zahlreicher Wettbewerbe stellte sein Können sowohl als Solist mit “Tango pur Claude” und als schwungvoller Begleiter der Sängerin unter Beweis. Ein schöner Abend der mit einen Glas Wein vom Weingut Dr. Georg Wailand abgerundet wurde.

Elena Habermann ("Der Neue Merker")

Beethoven Festival 2013 [zum Programm]


Liebe Musikfreunde, liebe Beethoven-Freunde!

Wir freuen uns, dass im Mai und Juni in Wien und Niederösterreich wieder unser Beethoven Festival stattfindet.

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Das Beethoven Festival 2013 ist das bereits vierte des Beethoven Center Vienna, das Konzerte und Veranstaltungen an historischen und authentischen Plätzen für Sie vorbereitet hat, an Orten, wo Beethoven gewohnt hat, wo er aufgetreten ist, wo er seine Kraft für seine großen Werke gefunden hat.

Die „Wiener Musikluft“ hat auch andere Künstler zu großen Kompositionen angeregt, speziell der Vorort Döbling in Wien war wegen seines besonderen Flairs und seiner Atmosphäre Ziel und beliebter Aufenthaltsort großer Meister wie vor allem Beethoven, der fünf Wohnsitze hier hatte, aber auch Franz Schubert, Johann Strauss, Josef Lanner, Franz Werfel, Franz Grillparzer, Alma Mahler-Werfel, Carl Moll, Eduard Bauernfeld u.a. Wir haben deshalb einen Teil des Festivals unter das Motto „Verliebt in Döbling“ gestellt, nach dem gleichnamigen Buch der Wiener Schriftstellerin Hilde Spiel. Als Tochter einer wohlhabenden jüdischen Familie lebte Hilde Spiel die ersten Jahre ihres Lebens in einer Gartenwohnung in der Probusgasse in Heiligenstadt, wo die Familie ihrer Mutter seit Generationen gewohnt hatte. In ihrem Buch „Verliebt in Döbling“ bezeichnet sie den Bezirk Döbling als den vielleicht „schönsten, sicherlich aber traditionsreichsten und geschichtsträchtigsten am Saume Wiens“.

Döbling ist auch Teil des Wienerwaldes, ebenso wie der malerische Ort Klosterneuburg bei Wien. Beethoven war erwiesenermaßen ein großer Naturfreund und liebte Spaziergänge im Freien. Über seine 6. Symphonie, die „Pastorale“, die in Nußdorf und Grinzing entstanden ist, sagte er: „Hier habe ich die Szene am Bach geschrieben, und die Goldammern da oben, die Wachteln, Nachtigallen und Kuckucke ringsum haben mitkomponiert ...“ Seine Sonate „Pastorale“ erhielt den Namen wegen des ländlich-volkstümlichen Charakters und wegen der ruhig-lyrischen Grundstimmung. Daher steht das Festival auch unter dem Motto „Beethoven, der Wienerwälder“. Im prachtvollen Augustinus-Saal des Stiftes Klosterneuburg geben sich beim Beethoven Festival 2013 große Pianisten wie Paul Badura-Skoda oder Gottlieb Wallisch ein Stelldichein, in Döbling widmet sich der Grandseigneur der Wiener Klassik, Pianistenlegende Jörg Demus, den letzten Werken von Beethoven, Schubert und Brahms.

Beethoven hat mit seiner gewaltigen Musik auch Schriftsteller inspiriert. So ist die „Kreutzersonate“ für Violine und Klavier die Basis für die Novelle des russischen Schriftsteller Leo Tolstoj „Die Kreutzersonate“. Das große dramatische Werk rezitiert der Schauspieler Fritz v. Friedl, der junge russische Violinist Yury Revich, Preisträger des „Young Musician Awards – die Bernsteingeige“ 2012 des Beethoven Center Vienna, interpretiert mit Magda Amara, Klavier, dieses gewaltige Werk Beethovens und führt zur russischen Musik und Mentalität mit Werken von Rachmaninoff (Vocalise), Tschaikowsky, u.a. Ebenfalls im Stift Klosterneuburg. „Beethoven und die russische Seele präsentieren Revich und Amara auch im Hotel Beethoven im 6. Bezirk, gleich beim Theater a.d.Wien. Bei diesem Konzert blicken die Konzertbesucher sogar direkt auf das berühmte „Papageno-Tor“.

Liebes Publikum, liebe Freunde der Wiener Klassik und der Werke Beethovens! Besuchen Sie uns und genießen Sie auch heuer wieder unsere Konzerte. Großartige Künstler geben uns und vor allem Ihnen wieder die Ehre in sorgfältig ausgewählten Programmen. Internationale Stars, die auf den Bühnen der ganzen Welt zu Hause sind, und hervorragende junge Künstler, die auf dem Weg zur großen Karriere sind.

Wir wünschen Ihnen viel Freude und Vergnügen!

„Von Herzen – möge es wieder zu Herzen gehen“
Ludwig van Beethoven – Motto zur Missa Solemnis


>>Programm<<

Ein Abend mit Ioan Holender


„Ich bin noch nicht fertig."

Erinnerungen und mehr ...


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Großer Abend mit Ioan Holender und Stars von morgen im Zögernitz

Zu einem fulminanten Erfolg gestaltete sich der „Abend mit Ioan Holender“, den das Beethoven Center Vienna in der Residenz Zögernitz veranstalte. Der längst dienende Operndirektor sprach über seine Jugend in Rumänien, sein aufregendes Leben in der Wiener Staatsoper, das Wiener Kulturleben, über musikalisches Talent und den Unterschied zwischen Beruf und Berufung in der Musik. Und darüber, dass es keinen Unterricht dafür gibt, Direktor der Wiener Staatsoper zu sein. Er sprach über die Wiener Philharmoniker, seine Beziehung zu Regisseuren und über den wichtigsten Auftrag eines Operndirektors, das zahlende Publikum zufrieden zu stellen. Dazu las Holender Passagen aus seinem Buch „Ich bin noch nicht fertig“. Sein Gesprächspartner Botschaftsrat Dr. Gabriel Kohn, der Vizedirektor des Rumänischen Kulturinstitutes in Wien, erwies sich als versierter Interviewer und anregender Gesprächspartner: „Herr Holender, haben Sie bei Ihrer umfangreichen Tätigkeit in der Oper nie Angst davor gehabt, ins Burnout zu fallen?“ Darauf Holender: „Ich habe für die Oper gebrannt und bin in den vielen Jahren ausgebrannt in der Oper – da kann man kein Burnout mehr bekommen.“ Heute ist sein Terminkalender voll mit Sendungen für „Servus TV“, als Advisor des Spring Festivals in Tokio und Künstlerischer Berater der Metropolitan Opera in New York, sowie als Künstlerischer Leiter und Präsident des Enescu- Musikfestivals und Musikwettbewerbes in Rumänien, als Lehrbeauftragter an der Donau-Universtät Krems und des Institutes für Theater-, Film- und Medienwissenschaften der Universität Wien sowie als Juryvorsitzender und -mitglied zahlreicher Gesangswettbewerbe.

Grandios das musikalische Programm mit dem virtuosen russischen Violinisten Yury Revich, dem Preisträger des „Young Musicians Award – die Bernsteingeige“ des Beethoven Center Vienna. Er begeisterte das Publikum – bereits in seiner Jugend mit großer Bühnenpräsenz - mit Werken von Massenet (Meditation), Paganini (Campanella), Beethoven (Romanze in F-Dur) und Rachmaninoff (Vocalise, Serenade, Danse hongroise) . Sein betörender Violinklang wurde kongenial begleitet von der Pianistin Magda Amara. Sehr ausdrucksstark gestaltete sich auch das Spiel der beiden blutjungen Cellistinnen Alina Holender und Alexandra Kahrer mit Bearbeitungen für zwei Violoncelli von Werken von Johann Strauss und Jaques Offenbach. Hinreißend als Abschluss des Abends Sopranistin Katharina Melnikova, die den erfahrenen Stimmenkenner Ioan Holender regelrecht „um den Finger wickelte“ mit enormem Stimmvolumen und hinreißender Darstellung der Arie der Norina aus Donizettis „Don Pasquale“ und der Adele aus der „Fledermaus“ von Johann Strauss. Sie erntete Begeisterungsstürme aus dem Publikum. Über den Erfolg freute sich Susanne Rittenauer, Präsidentin des Beethoven Center Vienna und Organisatorin des Beethoven Festivals: „Ich bin sehr froh darüber, dass wir immer wieder zukünftige Stars entdecken. Den Namen Katharina Melnikova wird man sich merken müssen.“

Unter den zahlreichen Gästen: Der Solocellist der Wiener Philharmoniker Prof. Franz Bartolomey, Botschaftsrätin Dorota Kaindel vom Polnischen Kulturinstitut in Wien, Botschaftsrätin Lorena Feruta von der Rumänischen Botschaft, der Generalsekretär der Österreichisch-Rumänischen Gesellschaft Mag. Lukas Vosicky, sowie zahlreiche Musikfreunde aus Wien, Russland und Rumänien.

Der Abend fand auch im Rahmen des „Tagebuchtages 2012“ statt, einer jährlichen Veranstaltungsreihe, die von Traute Molik-Riemer ins Leben gerufen wurde, um – vor allem auch junge – Menschen dazu anzuregen, ihre Erlebnisse und Erinnerungen in ein Tagebuch zu schreiben. Frau Molik-Riemer überreichte Frau Rittenauer nach der Veranstaltung ein mit einem Beethovenkopf geschmücktes Tagebuch, um ihre Erlebnisse mit dem Beethoven Center niederzuschreiben.

Beethoven Center Vienna - Pressebericht

Für den Inhalt verantwortlich: Susanne Rittenauer

YOUNG MUSICIANS AWARD [English Version]


Die Bernsteingeige

Verleihung an den 20 jährigen russischen Violinisten Yury Revich


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Der „Young Musicians Award – die Bernsteingeige“ wurde vom Beethoven Center Vienna erstmals im Rahmen des Beethoven Festivals an den jungen russischen Violinisten Yury REVICH verliehen. „Das Beethoven Center Vienna will mit der Vergabe des Awards einen jungen Künstler, der von seinen außergewöhnlichen Voraussetzungen her eine internationale Karriere erwarten läßt, auf seinem Weg unterstützen und begleiten“, erklärte Susanne Rittenauer, die Präsidentin des Beethoven Center Vienna.

Yury Revich wird zudem als „Musikalischer Botschafter des Beethoven Center Vienna“ in seiner Heimat Russland die Beziehungen zwischen russischen und österreichischen Musikern verstärken.

„He's only 18 years old, but already regarded as a young Paganini. This is the Russian Violinist Yury Revich“, so urteilte Radio Uno, Italien, bereits vor zwei Jahren.

Der 20 jährige Shooting-Star besticht durch stupende Technik und ausdrucksstarke Klangschönheit sowie bereits heute durch unverwechselbare Tonqualität. Der vielfache Preisträger mit bereits intensiver Konzerttätigkeit, ist Schüler des großen Violinpädagogen Pavel Vernikov. Yury Revich ist im Rahmen des Beethoven Festivals 2012 aufgetreten, das bereits zum dritten Mal vom Beethoven Center Vienna veranstaltet wird. Er hat das Publikum mit seiner Interpretation der „Kreutzersonate“ von Beethoven und mit Werken russischer Komponisten fasziniert.

Yury Revich spielt auf einer Violine Balestrieri 1783, die ihm von der Familie Goh Stiftung in Singapur zur Verfügung gestellt wurde.

Die Verleihung des „Young Musicians Award“ fand in der historischen Residenz Zögernitz im „Johann-Strauss-Saal“ in Wien/Döbling statt. Der junge Virtuose dankte für die Auszeichnung mit einem eindrucksvollen Konzert. Er interpretierte Werke von Bach, Händel-Halvorsen und Piazzola (mit dem virtuosen Akkordeonisten Nikola Djoric). Außer der symbolischen Ehrung mit Urkunde und Bernsteingeige erhält der junge Künstler das Engagement, zwei Abende im Rahmen des Beethoven Festivals 2013 zu gestalten.